Samstag, 28. Januar 2012

Handyortung – so funktioniert es aus technischer Sicht

Generell können Handys nur geortet werden, wenn sie eingeschaltet sind. Jedes eingeschaltete Handy meldet sich bei einer Funkzelle an.

Was versteht man unter Funkzellen und warum sind sie notwendig?

Die Mobilfunknetze sind in sogenannte Funkzellen eingeteilt. Diese Funkzellen sind mehrere Kilometer groß. Jede Funkzelle besitzt mehrere Basisstationen.

Da die Reichweite der Handynetze sehr gering ist, müssen die Netzbetreiber Funkstationen, sogenannte Basisstationen, errichten. Jede Basisstation deckt einen bestimmten Bereich der Funkzelle ab. Um eine flächendeckende Versorgung zu erreichen überlappen sich die Bereiche der Basisstationen.

Dadurch werden die berüchtigten Funklöcher vermieden. Vereinfacht ausgesprochen funkt das Handy ständig ein „Hier-bin-ich“-Signal. Die Basisstation prüft dann die Signalstärke und überprüft ob eine andere Basisstation einen besseren Empfang bietet. Wenn dies der Fall ist, wird das Handy automatisch an die nächste Basisstation weitergegeben. Dabei wird die Verbindung zur abgebenden Basisstation erst dann beendet, wenn die neue Basisstation das Handy übernommen hat.

An jeder Funkstation kann sich nur eine bestimmte Anzahl an Handys gleichzeitig anmelden. Im Normalfall reicht die Kapazität der Funkstationen aus, aber in extremen Situationen, wie in Duisburg, können Netze auch überlastet sein. Dann sind weder Gespräche noch eine Ortung möglich.

Wie kann ich über die Funkzellen ein Handy orten?

Da sich das Handy an einer Basisstation anmeldet, der Standort der Basisstation und die Größe des durch die Basisstation abgedeckten Gebietes bekannt sind, muss sich das Handy im Bereich der Basisstation befinden.

Mit vorheriger Zustimmung der Beteiligten kann im Internet eine einfache Handyortung auf www.handyorten.org durchgeführt werden. Es gibt aber noch viele weitere gute Anbieter.

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